Radfahren und Wandern

Wandern im Oldenburger Münsterland

Gutsweg Vechta

vechta Gut Füchtel - versteckt sich hinter Bäumen und Wassergräben        ► Infos

Wanderung auf dem Gutsweg in Vechta
 
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Heute verbinden wir mal wieder Stadt- und Landwandern, und zwar auf dem Gebiet der Universitätsstadt Vechta. Die Stadt kann mit drei Wanderrouten aufwarten. Zwei Weitwanderwege führen am östlichen Rand der Stadt vorbei, der Pickerweg und der Jacobsweg Via Baltica.
Uns interessiert der lokale Wanderweg, der Gutsweg, benannt nach den beiden Gutshöfen Füchtel und Welpe. Er ist im Original etwa sieben Kilometer lang und zieht sich durch die abwechslungsreiche Wald- und Moorlandschaft östlich der Innenstadt.
Uns zieht es aber auch Richtung Innenstadt, weil es dort einiges zu entdecken gibt. Außerdem kann man dort günstiger einkehren als im Restaurant des Gutes Welpe.

Gut Füchtel und erste Rast

Vom Parkplatz aus laufen wir direkt auf das Gut Füchtel zu. Es liegt von Wiesen und Wasser umgeben mitten in einem Waldstück. Wenn man um das Gutsgelände herum läuft, trifft man auf der Rückseite auf das Café 'Gut Füchtel'. Wir aber setzen unseren Weg fort und folgen einem Pfad nach rechts, bis wir auf einen Fahrweg treffen. Statt niun gleich wieder halbrechts abzubiegen, sind wir geradeaus weiter gelaufen und wieder verkehrt links abgebogen.
Am Ende des Weges bemerken wir unseren Irrtum. Dafür dürfen wir hier eine schöne Mariengrotte bestaunen und uns von der Jungfrau Maria trösten lassen. Nun heißt es umkehren. Immer geradeaus laufend treffen wir wieder auf den Gutsweg und damit auf unsere Route, und wir landen direkt an einem Rastplatz mit schöner Aussicht in die freie Landschaft. Also werden Brote, Kaffee und Schokoriegel ausgepackt für eine unverhoffte Pause.

Gut Welpe und Innenstadt

Weiter geht es, nun durch freie Landschaft. Vor uns breitet sich das 'Barnstorfer, Vechtaer Moor' aus. Da lässt auch der Vechtaer Moorbach nicht lange auf sich warten. Mein Routing-Programm (BRouter) schlägt vor, gleich hinter der Brücke rechts abzubiegen. Folgsam folgen wir dem Vorschlag, zumal wir keine Lust haben, noch weiter in die flache Einöde hinaus zu wandern.
Der Weg anm Bach ist gut begehbar. Das dürfte bei feuchter Witterung nicht unbedingt der Fall sein.
An der Biegung gehen wir nach links weg, vom Moorbach, und stoßen nach einer Weiolöe auf den Golfplatz. Davor ein Schlenker nach links und gleich wieder rechts in das Golfplatzgelände hinein. Der Weg bringt uns zum Gut Welpe mit Restaurant und Gästehaus. Wir hatten beriets Pause. Also gehen wir nach kurzer Sightseeing-Runde weiter, dem Gutsweg Richtung Uni-Gelände und Innenstadt folgend. Er führt immer am Rand des Campus entlang bis zur Driverstraße. Die wie auch die anschließende Siedlung queren wir.
Im dahinter liegenden Wald verlassen wir den Gutsweg und laufen unserem Track folgend Richtung Innenstadt. Dabei kommen wir am Frauen-Knast vorbei. In Höhe der Kirche St. Georg findet gerade die hier schon alltägliche Demo für Daniela Klette statt, die in der JVA auf ihren Prozess wartet.
Nachdem wir die Kirche passiert haben, erreichen wir die Innenstadt. Am Alten Markt lädt die Bäckerei Wolke zu einem weiteren Päuschen ein, bei dem wir das bunte Treiben auf dem Marktplatz genießen können.

Rückweg

Gemächlich schlendern wir anschließend die Einkaufsmeile entlang. Die Autos dürfen hier nur noch mit 20 km/h entlang schleichen. Das scheint einigen nicht zu passen. Sobald ein Fußgänger die Straße nicht schnell genug überquert, gibt manch ein Rasemichel extra Gas.
Am Bremer Tor geht es scharf rechts, dann nach links in die Straße 'Dobbenort'. Sie führt direkt auf den Dominikanerkonvent zu, vorbei an der Klosterkirche Füchtel. Wir umrunden die Gebäude und landen prompt an dem Parkplatz, von dem aus wir gestartet sind.

Fazit

Uns hat die Kombination von ruhigen Wegen über Land und von quirligem Stadtleben gut gefallen. Wir sind dadurch zwei Kilometer mehr gelaufen und haben ein Stück vom Gutsweg verpasst. Für uns war das in Ordnung, für Bahnfahrer obligatorisch. Sie müssen zweimal durch die Innenstadt, wenn sie zum Gutsweg wollen.
Wir haben sie nicht genutzt, aber ein großer Vorteil der Gutsweg-Runde liegt sicher auch darin, dass man zweimal unterwegs die Möglichkeit zum Einkehren hat. Davon kann man auf den meisten Wanderweg-Runden heutzutage nur träumen. Entweder gibt es gar kein Gasthaus mehr oder es hat erst gegen Abend geöffnet.

Öffentliche Verkehrsmittel

Diese Wanderrunde ist gut mit der Bahn zu erreichen. Näheres siehe hier.

    ug 2025-03-15

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